Die Geschichte der Schwelmer Baskets ist zunächst einmal die Geschichte der Basketball-Abteilung der TG Rote Erde Schwelm. Erst mit dem gelungenen Bundesligaaufstieg 2000 und der Auslagerung des Zweitliga-Teams beginnt die eigentliche "Story" der Schwelmer Baskets. Doch von Anfang an - die über 25jährige Geschichte des Basketballs in Schwelm...

1977
Dem 1.Vorsitzenden der TG RE Schwelm, Helmut Huckenbeck, war es maßgeblich zu verdanken, dass unser Verein im 01.Juli 1977 eine neue Abteilung eröffnete und einem „Häuflein“ Basketballer die Chance gab, ihre Sportart zu etablieren und zu der erfolgreichsten in Schwelm auszubauen. Diese rasante Entwicklung allerdings hätten sich weder Huckenbeck noch die 12 Gründungsmitglieder der Abteilung (K.Billerbeck, W.Weyand, B.Siepmann, U.Meyer, G.Mintenig, K.Zensen, R.Jasny, T.Berkenkemper, D.Meurisch, K.Anders, W.Wülfing, D.Möller) zu erträumen gewagt. Diese Gruppe „junger Separatisten“, die auf der Suche nach einer Alternative zum kurz zuvor gegründeten Schwelmer Basketballclub waren, sprachen bei verschiedenen Vereinen vor. Als einziger reagierte Helmut Huckenbeck, der die Chance erkannte, für unsere Turngemeinde ein neues Entwicklungsfeld zu erschließen, und hob die neue Abteilung aus der Taufe, da die einzige Vorbedingung, nämlich die Stellung eines Abteilungs- und Übungsleiters in der Person von Klaus Billerbeck erfüllt werden konnte.

1978
Mit einer Herren- und einer A-Jugendmannschaft startete RE in den Meisterschaftsbetrieb, damals noch in der 3.Kreisklasse Hagen/Ennepe-Ruhr. Und schon im Februar 1978 stand das erste „High-Light“ auf dem Veranstaltungskalender: Ein Spiel gegen die Bundeswehrauswahl, in dem sich RE achtbar aus der Affäre zog. Viele Höhepunkte sollten in mittlerweile 21 Jahren folgen. Erst 1978 entstand der Basketballkreis Ennepe-Ruhr mit zwei eigenen Kreisligen und die Schwelmer waren mit je einer Herrenmannschaft vertreten, wobei die Reserve direkt Meister in der 2.Kreisliga wurde. Gleichzeitig hatten es die Mannen um Abteilungsleiter Klaus Billerbeck innerhalb eines Jahres geschafft, vier Jugendteams im männlichen Bereich zu formen. Eine respektable Leistung der Trainer Werner Weyand und Bernd Siepmann, die bereits zu diesem Zeitpunkt entscheidender Grundstein für den nachmaligen Erfolg der Abteilung war, denn hier wurden die Jugendlichen an den Verein gebunden, die in den Folgejahren als Erwachsene für insgesamt sechs Aufstiege verantwortlich zeichneten.

1979
Indiz für die von Beginn an gute Jugendarbeit war das Vordringen der männlichen B-Jugend unter die besten zehn Teams im Bereich des Westdeutschen Basketballverbandes, was bereits im dritten Existenzjahr der Abteilung gelang. Peter Schaumburg, Akteur dieser Mannschaft, stellte damals einen bis heute existierenden Vereinsrekord auf: 97 Punkte als Spieler in der Begegnung gegen die TGH Wetter, die mit 154:26 endete. In der gleichen Saison 1979/80 umfasste die Abteilung schon über 50 Mitglieder, aus denen sich auch die erste REDamencrew rekrutierte, die sich auf Spielerinnen wie Britta Huckenbeck, Antje Gemeinhardt, Sabine Rohde, Annette Müller-Späth, Katrin Grote, Beate Kroll, Anke Lindenbrügge, Jutta Brocke stützte. Der Aufbau der Abteilung war gelungen, so daß Klaus Billerbeck 1980 die Abteilungsleitung in andere Hände geben und sich ganz seinem Steckenpferd, der Arbeit mit den Kleinsten, widmen konnte. Nach einem kurzen, etwa dreimonatigen Intermezzo von Gerhard Frech trat Werner Weyand an, um als neuer Abteilungschef die Basketballer weiter steil nach oben zu führen.

1980
Der Erfolg ließ nicht auf sich warten, denn bereits in der nachfolgenden Saison 80/81 steigerte sich die Abteilung zu ungeahnten Höhen. Die „jungen Wilden“ legten ihre erste Meisterprüfung ab. Nachdem man Lars Hertelt zum Spielertrainer gewählt und das wöchentliche Trainingspensum verdoppelt hatte, beendete die ehemalige A-Jugend mit Spielern wie Markus Wiethoff, Hartmut Schlenz, Randolf von Oepen, Andreas Happe, Peter Schaumburg, Thomas Braun und Michael Schauberg als 1.Herrenmannschaft ungeschlagen die Kreisligasaison und stieg als Meister in die Bezirksliga auf. Das gleiche Kunststück gelang unter Anleitung der Spielertrainerin Ulrike Emde dem Damenteam, die ebenfalls verlustpunktfrei in die Bezirksliga vordrangen. Beide Teams legten in der Sommerpause noch einen Titel hinzu, als sie jeweils die EN-Sommerpokalrunde gewannen.

1981/82
Für die Herren-Bezirksliga konnte Christian Harde als Spielertrainer gewonnen werden. Der Oberstudienrat des Märkischen Gymnasiums kannte die Mannschaft bestens, handelte es sich doch bis auf Schauberg um seine Schüler. Ende der Saison gab es im März 1982 ein echtes Finale: am letzten Spieltag empfing der Tabellenführer Remscheider SV mit dem Harde-Team seinen unmittelbaren Verfolger. Nur der Gewinner der Partie würde als Meister in die Landesliga aufsteigen und die Begegnung entwickelte sich zu einem wahren Krimi: nach Ende der regulären Spielzeit stand es 69:69 unentschieden, so daß die Verlängerung die Entscheidung bringen mußte. In einem Herzschlagfinale setzte sich RE vor über 150 Zuschauern knapp mit 83:80 durch und schaffte somit den „Durchmarsch“. Die Herrenreserve in der 2.Kreisliga komplettierten ebenso wie die männliche A- und die weibliche B-Jugend den Saisonerfolg, denn die drei Teams wurden in ihren Ligen allesamt Kreismeister. Im Sommer 1982 hoben Werner Weyand und Andreas Happe das Stars&Stripes-Turnier für hochkarätige Jugendmannschaften aus der Taufe. Erster Sieger wurde die A-Jugend von Bayer 04 Leverkusen.

1983
Es folgten zwei Jahre der Abteilungskonsolidierung. Zwar konnte man eine dritte Herrenmannschaft ins Rennen schicken, dafür waren in der Jugendarbeit Lücken zu verzeichnen, denn weder in der A- noch in der B-Jugend gingen Jungen für RE an den Start. Dieses Defizit wurde erkannt und die Aufbauarbeit bei den Jüngsten intensiviert. Schon in der Saison 83/84 kam der Lohn für diese Arbeit: zwei D-Jugenden wurden gemeldet, das Team von Christian Harde wurde Kreismeister und qualifizierte sich für die Westdeutschen Meisterschaften, deren Endrunde in Schwelm stattfand. Für diese Finalrunde wurden die stärksten Akteure aus Team 2 von Klaus Billerbeck hinzugezogen und vor heimischen Publikum setzten sich die RE-Jungen souverän gegen die Kontrahenten aus Köln, Leverkusen und Paderborn durch. Bürgermeister Döring gratulierte den glücklichen Spielern Billerbeck, Böttger, Broweleit, Hainau, Hardes, Michels, Nieden, Pentleit und Weise.

1984
Auch im weiblichen Bereich trug die Aufbauarbeit von Trainer Frank Herzbruch Früchte, auf die die Damenmannschaft später lange aufbauen konnte. Kreismeister der weiblichen A-Jugend wurden 1984: Anke Thiel, Astrid Jakobi, Sabine Mrosek, Gudrun Bräker, Barbara Thiel, Sandra Kury, Mechtild Oberdick, Anja Beil. Nach zwei mittelmäßigen Spielzeiten in der Landesliga sahen Werner Weyand und Christian Harde 1984 die Zeit gekommen, um eine Initialzündung für den Herrenbereich zu geben. Die junge Schwelmer Mannschaft war zwar spielstark, aber in den entscheidenden Situationen fehlte ein erfahrener Rückhalt, der eine Begegnung auch mal allein entscheiden konnte. Harde nutzte seine Kontakte nach Hagen und sprach mit Klaus „Toni“ Risse, einem bundesligaerfahrenen Akteur vom SSV Hagen, genau den richtigen Mann an. Denn mit ihm ging es steil nach oben, wurden die Schwelmer in der Saison 1984/85 doch prompt Meister in der Landesliga, ein Jahr später schafften sie sensationell den Durchmarsch durch die Oberliga.

1985
Überhaupt entwickelte sich die Abteilung in diesen Jahren enorm, wies neben den sportlichen Erfolgen auch den größten Zusammenhalt auf. Auf etwa 150 Mitglieder war man gewachsen, der weibliche Bereich hatte sich unter der Leitung von Damentrainer Frank Herzbruch mit drei Jugendmannschaften stark vergrößert, und wer denkt nicht gerne an die gutgefüllte Zuschauergalerie bei Heimspielen im Gymnasium zurück. Im Rückblick betrachtet wundert es daher nicht, daß sich die sportlichen Erfolge häuften und 1985/86 die erfolgreichste Saison gefeiert werden konnte. Während die 1.Herren die Oberligameisterschaft errangen, führte Trainer Werner Weyand die Reserve zur Kreismeisterschaft, was den Bezirksligaaufstieg bedeutete; gleichzeitig stieg die Damenmannschaft in die Landesliga auf, weiblich B und C wurden Kreismeister und die männliche C-Jugend wiederholte ihren Erfolg von 1984, indem man mit Coach Toni Risse erneut Westdeutscher Meister wurde. Die damit verbundene Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften überstand das Team durch einen zweiten Platz in Hamburg und im Finale in Offenbach belegten die Risse-Schützlinge einen sensationellen 3.Platz hinter dem TSV Speyer und EOSC Offenbach. Bronze bei Deutschen Jugendmeisterschaften - ein bislang einzigartiger Titel in der ansonsten nicht armen Sammlung unserer Basketballer, den Dirk Hardes, Chris Michels, Jörn Broweleit, Kai Böttger, Joachim Nieden, Kenan Zöngör, Matthias Heinau und Stephan Weise errangen, wobei letzterer wegen eines Daumenbruchs das Finale nur von der Bank aus verfolgen konnte.
Zeitlich parallel kämpften sich unsere Herren im WBV-Pokal von Runde zu Runde weiter vor. Dabei wurden auch höherklassige Gegner sicher aus dem Weg geräumt, bis man schließlich im Finale gegen die BG Kamp-Linfort stand. Nachdem man das Hinspiel in Kamp-Linfort knapp mit 86:83 an die BG abgegeben hatte, war das Team für das Rückspiel in Schwelm voller Hoffnung. Unvergeßlich für Spieler und Zuschauer dann das Herzschlagfinale in der Sporthalle des Märkischen Gymnasiums: über 400 Zuschauer verwandelten die Halle bei hochsommerlichen Temperaturen in einen wahren Hexenkessel und peitschten ihre Mannschaft immer wieder nach vorn. 3 Sekunden vor Ende der Partie gelang den Schwelmern das 81:78, womit exakt der Vorsprung der Gäste aus dem Hinspiel egalisiert werden konnte, so daß die Verlängerung eine Entscheidung herbeiführen mußte. Mit 95:87 setzten sich die Harde- Mannen schließlich durch und schafften neben dem Regionalligaaufstieg somit das „Double“.

1986
In der nachfolgenden Spielzeit zog die Reserve erneut nach, denn als Vizemeister der Bezirksliga löste die Weyand- Truppe das Landesligapatent ein. Kreismeister wurden die Jugend männlich A und C sowie weiblich B und C. Einen weiteren Erfolg errang die weibliche B-Jugend unter Trainer M.Schauberg, als man den WBV-Jugendpokal gewann. Ein Kunststück, an dem unsere Jungen C nur knapp scheiterten, unterlagen sie doch erst im Finale. Daß sich die männliche B-Jugend unter die besten vier Mannschaften im WBV-Bereich vorkämpfte, war für die erfolgsverwöhnte Truppe schon fast selbstverständlich. Das 6.Stars&Stripes Jugendturnier konnte 1986 zum ersten Mal Rote Erde selbst gewinnen, die B-Jugend setzte sich gegen renommierte Mannschaften wie Hagen, Trier, Offenbach, Leverkusen und Paderborn durch.

1987
1987 meldete man eine weitere Herrenmannschaft zum Spielbetrieb und drei von vier Herrenteamsschafften tatsächlich den Aufstieg: die 1.Herren in die 1.Regionalliga, die 3.Herren in die Bezirksliga und die 4.Herren in die 1.Kreisliga. Unvergessen sicherlich auch die beiden Akteure, die einen nicht unerheblichen Anteil am Aufstieg in die höchste Amateurklasse hatten, nämlich der erste ausländische Import Jim Newport und das Eigengewächs Stefan „Paul“ Arntz, die beide zum Harde-Team hinzugestoßen waren. Die männliche B-Jugend wurde unter Frank Herzbruch Westdeutscher Vizemeister und schaffte die Qualifikationsrunde, so daß sie sich zu den besten vier Teams in Deutschland zählen konnte. Die Kreismeistertitel der D-Jugend und der weiblichen A rundeten auch 1988 eine erfolgreiche Saison ab, an deren Ende es zu einem wesentlichen Schnitt in der Abteilungsleitung kam. Nach 11 Jahren intensivster Vereinsarbeit, als erfolgreicher Trainer mit mehreren Meisterschaften und Aufstiegen, als Schiedsrichter mit weit über 500 Begegnungen und acht Jahren als Abteilungsleiter nahm Werner Weyand im Juli 1988 seinen Hut und übergab die Leitung der Abteilung aus beruflichen und privaten Gründen an Lothar Broweleit, der als interessierter Vater eines sportlich erfolgreichen Sohnes den Zugang zur Abteilung gefunden hatte.

1988
Während in der folgenden Saison die 2.Herrenmannschaft unter der Führung von Spielertrainer Frank Herzbruch Landesligameisterschaft und Oberligaaufstieg erringt, stagniert die Entwicklung der 1.Herren aufgrund eines Trainerwechsels in der Saison: Toni Risse muß als Spielertrainer in die Bresche springen als sein zu Saisonbeginn verpflichteter Freund Ralf Grabowski aus persönlichen Gründen frühzeitig sein Amt zur Verfügung stellt. In der Meisterschaft nur Mittelmaß, gelingt es RE stattdessen zum zweiten Mal nach 1986 in das Finale des WBV-Pokals einzuziehen, wobei sich der TV Herkenrath als eine Nummer zu groß erweist. Newport und Risse verabschieden sich, Tomislav „Toni“ Bevanda und Trainer Michael Wellner kommen.

1989
Am Ende der Saison 89/90 hat man den bisherigen sportlichen Höhepunkt erreicht: In der Jugend erreicht RE nicht weniger als 4 Kreismeistertitel (ml A, C, D, Mini), die 1. Herren scheiden im DBB-Pokal erst gegen den Bundesligisten BG Ludwigsburg aus und erkämpfen sich als Vizemeister der 1.Regionalliga die Option für den Aufstieg in die 2.Bundesliga, den man jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht wahrnehmen kann. Langwierige Verhandlungen, intensive Sponsorensuche und viele Diskussionsrunden vermögen die Situation nicht zu entschärfen, so daß Abteilungsleiter Lothar Broweleit und sein Helferteam schweren Herzens die Option verfallen lassen müssen. Schwelm ist zu diesem Zeitpunkt leider nicht reif für einen weiteren Schritt auf dem Weg nach oben. Für Broweleit ist dies Grund genug, zurückzutreten und seinen Abteilungsleiterposten zur Verfügung zur stellen. Sein Nachfolger im Amt wird Andreas Happe.
Die Mannschaft indes löst sich auf: Arntz, Bevanda, Schulte, Braun, Schmidt, Weise sowie Koch streben nach Höherem und verlassen den Verein, Happe und Wiethoff treten kürzer.
Letztlich muß die Reserve in die Bresche springen: da der Oberligatruppe in der 1.Regionalliga keine Chancen eingeräumt werden, entschließt sich RE zu einem Rückzug und meldet die neue 1.Herren in der 2.Regionalliga, aufgrund des Aderlasses an Spielern wird die 3.Herrenmannschaft in der Bezirksliga vom Spielbetrieb abgemeldet.

1990
Mit größtem Einsatz schafft das junge Team von Trainer Frank Herzbruch am letzten Spieltag der Saison 90/91 ebenso den Klassenerhalt wie die Reserve in der Oberliga, in der Jugend erringen ml. B, D, Mini und wbl. A Kreismeisterehren. Der freie Fall nach unten wird somit verhindert. Gleichwohl stellt Trainer Frank Herzbruch seinen Posten zur Verfügung, so daß Abteilungsleiter Happe und Sportwart Wiethoff sich auf die Suche nach einer Alternative machen.

1991/92
Mit Marek Piotrowski wird für zwei Jahre ein neuer Coach verpflichtet, der entscheidend die weitere Entwicklung in Schwelm mitprägt, denn dem gebürtigen Polen Piotrowski ist es zu verdanken, daß RE 1992 den ukrainischen Ex-Nationalspieler Jouri Kossenko verpflichten kann. Kossenko löst den Amerikaner J.R. Hill ab und wird für 4 Jahre der sportliche Rückhalt der 1.Herrenteams, Weise und Schmidt stoßen als Rückkehrer nach einem Jahr wieder zum Team. Zuvor schaffen die 3.Herren den erneuten Aufstieg in die Bezirksliga, die männliche B-Jugend wird 1992 Kreismeister und zieht in das Finale des WBV-Pokals ein.

1993
Ein Jahr später können die Damen endlich einmal aus dem Schatten der Herren treten: 1993 erringen die Damen M.Grothof, K.Hagedorn, I.Kossenko, B.von Oepen, N.Sartor, T.Schmidt, M.Rakowitz, A.Rusche, A.Wakenhut den einzigen Abteilungstitel, werden souverän Meister in der Landesliga und schaffen den Oberligaaufstieg.
Für die Spielzeit 93/94 gelingt es, bei den Herren ein neues Paket zu schnüren: Stefan Arntz, nach einem Intermezzo beim SV Derne in der Bundesliga und einem Stipendiatenaufenthalt an der University of Alaska in Anchorage (USA), kehrt zurück in die Kreisstadt. Auf die Kommandobrücke des Trainers tritt wieder Frank Herzbruch, der in der Folge parallel sowohl 1.Herren als auch Damen betreut. Beide Teams schließen unter Herzbruchs Führung und mit ukraiinischer Hilfe die Saison 93/94 erfolgreich ab: Kossenko und Arntz sorgen mit Schulte, Michels, Hehemann, Gehrke, Sonnenschein, N.Schmidt, Homberg, Weise, T.Schmidt für die Meisterschaft in der 2. Regionalliga. RE kehrt in die höchste Amateurklasse zurück.
Die Damen erreichen mit Ira Kossenko und Natascha Pawlowa den 4.Platz in der Oberliga und damit die höchste Plazierung im weiblichen Bereich.
Die verjüngte Reserve hat in der Oberliga schwer zu kämpfen und steigt schließlich in die Landesliga ab, parallel erkämpft die Dritte den Bezirksligameistertitel und steigt in dieselbe Liga auf. In der Jugend werden ml. C und Minis Kreismeister.

1994
Ein besonderes Highlight findet am 18.08.94 in der Halle des Märkischen Gymnasiums statt. Auf Anfrage von Brandt Hagen veranstaltet RE ein Partie zwischen dem Bundesligisten und der University of Alaska. In der mit einer Zusatzbestuhlung ausgestatteten und prall gefüllten Halle des Gymnasiums zaubern die Uni-Ballkünstler aus dem Norden Amerikas und begeistern die ca. 400 Zuschauer ein ums andere Mal.
Den gestiegenen Anforderungen der 1.Regionalliga entsprechen die Schwelmer mit der Verpflichtung des Remscheiders Peter Truskowski, dem zweiten Center mit Bundesligaerfahrung. In der Meisterschaft überzeugt der 6.Platz, im Pokalwettbewerb lassen die Herzbruch-Mannen aufhorchen, als man das Finale um den Wesdeutschen Basketballpokal erreicht. In zwei Endspielen unterliegt RE gegen den Ligakonkurrenten TuS Iserlohn sehr unglücklich. In der Jugend erreichen die Jungen C als einzige von aber immerhin acht Mannschaften Meisterehren.

1995
Zur Saison 95/96 wartet RE dann mit einem Novum auf: der senegalesischen Nationalspieler Ndiaye El Hadj Massaer L. Magatte, kurz „MASS“, Student an der Bergischen Uni Wuppertal, verstärkt als erster Afrikaner die Kreisstädter, während Stefan Arntz aus Studiengründen in die 2.Bundesliga nach Göttingen wechselt.

Mittlerweile verfügt RE über eine genügende Anzahl von Spielern, um mit den über 30-jährigen eine Senioren-II-Mannschaft zu stellen, und prompt schaffen Kaschny, Kossenko, Wiethoff, Herzbruch, Krieger, Happe, Pomian, Risse, Pruggmayer, Michels und Harde einen bemerkenswerten 3.Platz im WBV

Bei den Damen in der Oberliga sieht es sportlich gesehen sehr ernst aus, denn entgegen früherer Zeiten, in denen man unter Mitwirkung von Ira Kossenko in gesicherten Tabellenregionen eher nach oben als nach unten schaute, stehen die Akteurinnen von Trainer Ulf Klebert mit dem Rücken zur Wand. Letztlich steigt man in die Landesliga ab und die Damencrew zerschlägt sich. Es gelingt nicht, eine genügende Anzahl von Spielerinnen zusammenzuhalten, so daß man die Mannschaft schließlich ganz abmeldet.
Bei der Veranstaltung der NRW-Streetball-Tour in Schwelm geben sich 87 Mannschaften im Juni 1996 auf dem Schulhof und in den Hallen des Märkischen Gymnasiums ein Stell-Dich-ein.

1996
Auch bei den Herren gibt es 1996 wieder einen großen Umbruch: mit Frank Herzbruch verläßt ein langjähriger Spieler, Trainer und Verantwortlicher den Verein und heuert als Trainer in der 2.Bundesliga an. Im Handgepäck hat er für den neuen Club mit Peter Truskowski und Nico Schmidt zwei RE-Akteure, die ebenso Lücken hinterlassen wie Jouri Kossenko, der nach vier Jahren in die Ukraine zurückkehrt. Letztlich bleiben mit Stephan Weise und Henning Schulte nur zwei Akteure in der Ersten, so dass „Toni“ Bevanda, der als Spielertrainer nach sechs Jahren wieder den Weg nach Schwelm findet, vor einer schwierigen Aufgabe steht. Zwar können mit Torsten Daume, Jörg Rittmann, Jan Sprünken und Derek Mosher neue Spieler gewonnen werden, doch braucht es eine längere Phase der „Eingewöhnung“, bis sich die Akteure aufeinander eingespielt haben. Gleichzeitig hat RE mit der Verpflichtung der ausländischen Spieler Sean Foote und Gerald Johnson kein glückliches Händchen, sie verlassen den Verein ebenso vorzeitig wie Bevanda, der den Verlockungen der Bundesliga nicht widerstehen kann. Peter Schmücker und Christian Harde bringen als Trainergespann die Saison mit den „verbliebenen Aufrechten“ zu Ende. Die ml. A-Jugend erringt den Titel des „Oberligameisters“ und stellt unter Beweis, daß mit ihr auch im Seniroenbereich zu rechnen sein wird. Beim 14.Stars&Stripes-Turnier, das der deutsche Meister TuS Lichterfelde gewinnt, schlägt sich unsere Truppe hervorragend und hält gegen die starke Konkurrenz aus Polen, Belgien, Frankreich, Niederlande und der Schweiz gut mit.
Die 4. Herrenmannschaft wird Meister in der 1. Kreisliga, so daß RE mittlerweile mit 4 Teams auf Verbandsebene spielt. Um den Kontakt zum Kreis zu halten, gründet sich schnell eine 5.Herrenmannschaft, die 1997/98 in der 2.Kreisliga startet. Nach 20 Jahren als Aktiver in der Kreisliga hängt Uli Meyer als letztes Gründungsmitglied seine Basketballschuhe bei RE an den sportlichen Nagel.

1997
Für die Saison 97/98 ist es dann klares Ziel, in ruhigeres Fahrwasser zu gelangen, die Jugend weiter heranzuführen und wie früher auf eigene Kräfte zu bauen. Mit den Trainern Michael Zimmer und Peter Schmücker wird ein engagiertes Duo für 1. und 2.Herren verpflichtet, die Reserve wird erheblich verjüngt und dem Nachwuchs auch die Chance eingeräumt, in der Regionalliga zu Kurzeinsätzen zu kommen. Eine Maßnahme, die sich rentiert, denn die Reserve schafft im dritten Anlauf den Wiederaufstieg in die Oberliga.
Die 1.Herrenmannschaft bekommt wieder ein „Schwelmer Gesicht“ , denn zu den verbliebenen Weise, Schulte, Rittmann, Daume, Mosher kommen die Rückkehrer Truskowski und Schmidt sowie mit Beiersmann, Strubel und Tylko Spieler aus der Reserve in den Kader. Kura und Rohrschneider komplettieren das Team, das einen guten 5.Tabellenplatz erkämpft.
In der Jugend werden die ml. B und C Kreismeister.

1998
Am Saisonende kommt es im März 1998 zu einem weiteren Schnitt: nach acht Jahren zieht sich Abteilungsleiter Andreas Happe aus beruflichen und privaten Gründen ins dritte Glied zurück und übergibt die Führungsgeschäfte an Thomas Garn. Stefan Brink, Lars Mittelmann, Jürgen Michels, Torsten Daume und Thomas Aland komplettieren ein junges Vorstandsteam, das ehrgeizig und engagiert in die Zukunft schaut.
Peter Schmücker rückt als Trainer der 1.Herrenmannschaft auf, da sich Michael Zimmer aus beruflichen Gründen „kleiner setzen“ muss, und wird mit 24 Jahren zum jüngsten Trainer in der 1.Regionalliga. Die Neuzugänge Volker Häntschke, Omar Rahim, Carsten Paus und Igor Pinchuk bilden mit Torsten Daume, Sebastian Strubel, Henning Schulte, Achim Beiersmann, Peter Truskowski und Jörg Rittmann die neue Mannschaft, die jedoch schwer zu kämpfen hat und nur mit dem Glück des Tüchtigen als 10er den Klassenerhalt schafft . Frustriert über die sportlichen Misserfolge wirft der junge Trainer Schmücker in der Saison das Handtuch und stellt seinen Posten zur Verfügung. Mit dieser Maßnahme will er ein Zeichen setzen, das Team wachrütteln und den Weg für eine Rettung freimachen. In dieser schwierigen Situation entschließen sich die RE-Verantwortlichen mit Torsten Daume einen Spieler des Teams zum Trainer zu machen, da er den unschätzbaren Vorteil hat, dass er die Mannschaft, ihre Fähigkeiten, aber auch ihre Schwieirgkeiten bestens kennt. Der junge Sportstudent schafft – mit Unterstützung von „Alt-Trainer“ Christian Harde den Klassenerhalt.

1999
Torsten Daume entwickelt sich zur Schlüsselfigur in der Basketballabteilung: neben der Rettungsaktion in der Saison 98/99 ist er mittlerweile auch zum Abteilungsleiter gewählt worden: in dieser Funktion sucht er für einen Neuanfang einen Trainer sowie Verstärkungen für das Team. Hintergrund dieser Anstrengungen ist die Information, dass die 2. Bundesliga im Jahr 2000 aufgestockt werden soll und dass somit am Ende der Saison mehrere Mannschaften die Möglichkeit zum Aufstieg in die 2.Bundesliga haben. Doch RE steht nicht allein da, mindestens 8 Vereine „rüsten für die neue Saison erheblich auf“ und heben das sportliche Niveau in der Regionalliga West auf bisher unbekannte Höhen.
Um für einen etwaigen Aufstieg gerüstet zu sein, gründet man zunächst einen zweiten Sportverein, der eine wirtschaftliche, steuerrechtliche und juristische Trennung im Falle des Aufstiegs realisieren würde. Mit dieser Maßnahme entbindet sich die TG RE Schwelm der wirtschaftlichen Risiken und eventueller Schwierigkeiten in Fragen der Gemeinnützigkeit, des Steuerrechts und des Vereinsrechts. Neuer und alter Verein bilden eine Basketballgemeinschaft, die unter dem Namen BG RE Schwelm an den Start geht.
RE engagiert mit Ralf Meyer vom Regionalligisten Solingen einen engagierten Trainer und verstärkt mit den beiden ehemaligen Nationalspielern Arnd Neuhaus und Adam Fiedler vom Bundesligisten Brandt Hagen die Mannschaft gezielt auf den Flügeln. Auf der Aufbauposition gelingt es den Litauer Gvidonas Markevicius zu verpflichten, der in Iserlohn nicht mehr unter Vertrag steht und sich für RE als Glücksgriff erweist. Mit Martin Biele und Marco Barth kommen zwei weitere, ehrgeizige junge Spieler nach Schwelm.
Doch trotz aller Verstärkungen und trotz eines sehr hohen Spielpotentials kommt die Mannschaft nur zögerlich aus den Startblöcken. Kritische Stimmen werden laut und relativ kurz nach Saisonbeginn beschließt man, sich vom Trainer Ralf Meyer zu trennen. Erneut ist es Torsten Daume, der das Traineramt übernimmt, diesmal endgültig. Die Mannschaft schafft den dritten Tabellenplatz. Unvergessen das letzte Saisonspiel gegen den direkten Mitkonkurrenten UBC Münster, das vor über 1.000 Zuschauern in der Halle West mit 90:86 gewonnen wird. Letztlich steigen aber sowohl Schwelm als auch Münster auf, da in der 2.Bundesliga Mannschaften auf ihr Teilnahmerecht verzichten.
Bis Christi Himmelfahrt müssen die Schwelmer allerdings warten bis unverhofft die Nachricht vom Teilnahmeverzicht des TV Salzkotten in der Kreisstadt eintrifft.
Nun konnte definitiv das Abenteuer 2.Bundesliga angegangen werden. Die Basketballgemeinschaft wurde wie geplant wieder aufgelöst, die Schwelmer Baskets nahmen das Teilnahmerecht für die 2.Bundesliga in Anspruch, alle anderen Mannschaften verblieben bei RE Schwelm. Natürlich sind beide Vereine nach wie vor eng miteinander verbunden.
Torsten Daume ist gleichzeitig Abteilungsleiter bei RE und spielt dort in der Oberligamannschaft, ist Geschäftsführer, Manager und Trainer der Schwelmer Baskets. Der Trainer der Oberligamannschaft Omar Rahim ist zugleich Co-Trainer bei den Baskets, Achim Beiersmann spielt mit einer Doppellizenz sowohl für RE als auch für die Baskets.

2000
Zur neuen Saison konnte der Stamm der Spieler erhalten werden: Lediglich Fiedler, Häntschke und Paus schieden aus dem Kader aus, dafür kamen mit Jarek Feith, Marcus Kück und Antwine Williams drei neue Akteure.
Der 205 cm große Kück ist die erwartete Verstärkung auf der Centerposition und der aus Colorado/USA stammende Antwine Williams der Top-Scorer der Baskets und der Publikumsliebling in der Halle West, der aufgrund seiner spektakulären Aktionen immer wieder die Zuschauer zu begeistern weiß. Am Ende der Saison sind die Baskets als Tabellenvierter die große Überraschung der 2.Bundesliga – nicht ein einziges Heimspiel verlor das Daume-Team in der Festung Halle West !
Bei RE lief es leider nicht so erfolgreich. Nach dem gelungenen Oberligaaufstieg im vorangegangenen Jahr mußte Trainer Rahim mit seinem Team wieder den Gang in die Landesliga antreten.

2001
Die Saison 2001/2002 sollte dann die erfolgreichste der Basketball-Geschichte in Schwelm werden. Nach der Auftaktniederlage der Baskets gegen den TuS Lichterfelde folgte eine atemberaubende Saison. In einem fulminanten Schlussspurt blieben die Baskets 17 Spiele in Folge in der zweiten Liga ungeschlagen. Am Ende sprang die Vize- Meisterschaft für das Team um Rückkehrer Jan Sprünken (vom deutschen Vize-Meister Telekom Bonn) heraus – nur der BC Johanneum Hamburg sammelt mehr Punkte als die Schwelmer.
In der Landesliga lieferten sich die RE-Basketballer einen spannenden Aufstiegskampf mit dem TV Jahn Siegen, in dem am Ende die Siegerländer das bessere Ende für sich hatten. Doch glückte trotzdem als Vize-Meister der Sprung zurück in die Oberliga.
Im Jugendbereich brechen wieder erfolgreiche Zeiten an. Das „Prunkstück“ ist derzeit die U14-Mannschaft, die in der Saison 2002/2003 in der höchsten nordrhein-westfälischen Jugendliga, der NRW-Liga an den Start gehen wird.

2002
In der Saison 2002/2003 knüpfen die Baskets nahtlos an ihre Erfolge der Vergangenheit an. Für Arnd Neuhaus (Wechsel in die Oberliga zu RE Schwelm) kommt mit Bruno Roschnafski ein weiterer Erstliga-Routinier an die Schwelme - und "Bruno" spielt sich als Kapitän rasch in die Herzen der Fans. Doch seine Verletzung im Heimspiel gegen Rhöndorf wirft die Baskets weit zurück im Titelkampf, in dem am Ende verdient die Artland Dragons aus Quakenbrück die Nase vorn behalten. Doch für das absolute "Highlight" der 2.Basketball-Bundesliga sorgen die Fans aus Schwelm und Quakenbrück gemeinsam. Vor 2721 Zuschauern feiern die Basketball-Verrückten in der angemietenen Unihalle unter dem Motto "Schwelm zeigt Größe" ein mitreißendes Basketball-Fest ! Am Ende der Saison steht erneut die Vizemeisterschaft für die Baskets - knapp vor den immer stärker werdenden Bremerhavener Eisbären.

Und auch beim Kooperartionspartner RE Schwelm verläuft die Saison erfolgreich. Dank Arnd Neuhaus gelingt der Aufstieg aus der Ober- in die 2.Regionalliga. Und nach den Rückzügen der "Oldies" wie Neuhaus, Daume oder Schulte baut Trainer Matthias Haller nun ein echtes Nachwuchsteam der Baskets auf. Auch die anderen Teams agieren vielversprechend. Die RE-Reserve - gespickt mit ehemaligen Ober- und Regionalligaakteuren - schafft den Sprung in die Landesliga und RE III scheitert nur knapp am Aufstieg in die Bezirksliga. Außerdem geht in der 2. Kreisliga zum ersten Mal die neu formierte vierte Herrenmannschaft von Rote Erde an den Start. Und auch Im Jugendbereich macht sich die Arbeit von Jugendkoordinator Matthias Haller bemerkbar. Mit Igor Pinchuk und Gvidonas Markevicius schafft er es, die beiden routiniertesten Baskets-Spieler (Einsätze im Europapokal und bei Europa- und Weltmeisterschaften) für die Jugendarbeit zu gewinnen. Und diese profitiert hiervon zusehends. Die U14 chafft gar den Sprung in die höchste Jugendklasse, die NRW-Liga !

2003
In der Saison 2003/2004 wird dann das mit Abstand erfolgreichste Kapitel in der Geschichte des Schwelmer Basketballs geschrieben. Nach zwei Vizemeisterschaften in der 2. Basketball-Bundesliga in Folge thronen nun endlich die Schwelmer Baskets auf dem ersten Tabellenplatz. Nach einer spannenden Saison, in der sich die Eisbären Bremerhaven als hartnäckigster Konkurrent um den Aufstieg entpuppten, verwirklicht sich die Daume-Truppe ihren eigenen und den Traum einer mittlerweile riesigen Fangemeinde: Aufstieg in die 1. Basketball-Bundesliga! Nachdem alle Heimspiele aus Kapazitätsgründen in der Unihalle Wuppertal stattfanden, macht sich nach dem letzten ausverkauften Heimspiel gegen die BG Hagen ein nicht enden wollender blau-gelber Autokorso auf den Weg von Wuppertal nach Schwelm, und am Ende feiern mehr als 3.000 Menschen ihre Helden auf dem Märkischen Platz bis tief in die Nacht. Eine ganze Stadt fiebert den Duellen mit ALBA Berlin, RheinEnergie Köln und den ein Jahr zuvor aufgestiegenen Drachen aus dem ebenfalls „kleinstädtischen“ Quakenbrück entgegen.

Kooperationspartner RE Schwelm schafft nach einer Saison mit Höhen und Tiefen den Klassenerhalt in der 2. Regionalliga, was im Hinblick auf die angestrebte Funktion als Unterbau für die Bundesligamannschaft der Schwelmer Baskets von enormer Bedeutung ist. Die zweite Mannschaft erreicht einen gesicherten Platz im Mittelfeld der Landesliga, und die „Dritte“ schafft nach den erstmalig auf Kreisebene ausgetragenen Play-Offs in einem spannenden Finale gegen den TuS Ende 2 den Aufstieg in die Bezirksliga.

2004
Was mit einer ungeheuren Euphorie angegangen worden war, endet leider am Ende der Saison 2004/2005 in großer Enttäuschung und Ernüchterung. Das kurze Gastspiel der Schwelmer in der Beletage ist nach nur einer Saison bereits beendet. Nachdem in der Sommerpause Publikumsliebling und Aufstiegsgarant Antwine Williams nicht gehalten werden kann, zeigt sich der verbliebene Kader, verstärkt durch die Amerikaner Kyle Bankhead und Ryan Bond, sowie den litauischen Scharfschützen Vilius Gabsys, zu selten als den Gegnern konkurrenzfähig. Und nach viel versprechendem Saisonbeginn (knappe Niederlage in Köln, danach Heimsieg gegen Trier) finden sich die mittlerweile als Union Baskets firmierenden Schwelmer schnell, und leider auch dauerhaft, am Tabellenende wieder. Um der negativen sportlichen Entwicklung entgegen zu steuern, beginnt sich das Personalkarussell immer schneller zu drehen. Als erstes tritt Kyle Bankhead die Heimreise an, die vakante US-Position nimmt zunächst Shannon Crooks ein. Zusammen mit den weiteren Neuzugängen Lamont Evans (Bahamas), Mantas Ignatavicius (Litauen) und Marko Piplovic (Kroatien) sorgt er für ein kurzes „Zwischenhoch“ der Schwelmer, als zunächst in der Unihalle Wuppertal der Tabellenführer Köln, später auswärts der TBB Trier deutlich bezwungen werden. Doch der Erfolg ist nicht von Dauer. Shannon Coorks wird durch Kendrick Johnson ersetzt, der zwar umgehend zum Top-Scorer der Union Baskets Schwelm wird, allerdings die Mannschaft nicht vom letzten Tabellenplatz in höhere Gefilde führen kann. Nachdem kurz vor Ende der Saison der sportliche Abstieg unabwendbar ist, kehren die Spieler Evans, Johnson und Piplovic Schwelm wieder den Rücken, und es obliegt größtenteils dem Stamm des Kaders, der auch beim Aufstieg aus der zweiten Bundesliga dabei war, die erste und vorerst letzte BBL-Saison für Schwelm zu Ende zu spielen. Insgesamt tragen in der Saison 2004/2005 nicht weniger als 18 Spieler das Schwelmer Trikot.

Und auch bei RE Schwelm läuft es nicht wie gewünscht. Bis kurz vor Saisonende muss die Mannschaft von Matthias Haller um den Klassenerhalt bangen, schafft ihn letzten Endes aber doch aus eigener Kraft. Aufgrund der ungewissen Zukunft der Union Baskets Schwelm sieht es zwischenzeitlich so aus, als sei die 1. Herren von Rote Erde in der 2. Regionalliga zukünftig die klassenhöchste Basketballmannschaft in Schwelm. Die „Zweite“ verteidigt in der Landesliga ihren 6. Platz aus der Vorsaison. Die mit vielen „alten Hasen“ gespickte dritte Herrenmannschaft erreicht auf Anhieb einen guten vierten Platzt in der Bezirksliga und die junge „Vierte“ beendet die Saison im Mittelfeld der 1. Kreisliga.

2005
Der Sommer vor der Saison 2005/2006 lässt sich guten Gewissens als äußerst turbulent bezeichnen. Nach dem Abstieg aus der 1. Basketball-Bundesliga beendet der langjährige Hauptsponsor Poschmann Union sein Engagement im Schwelmer Basketball, und aufgrund der nun fehlenden finanziellen Mittel ist ein Start in der 2. Bundesliga wirtschaftlich nicht zu realisieren. Da sich zugleich Trainer Torsten Daume, sowie das restliche Management zurückziehen, ist das Kapitel „Union Baskets Schwelm“ Geschichte und der Verein löst sich auf.

Es bleibt die Frage, was mit der sportlichen Teilnahmeberechtigung der Union Baskets für die zweite Bundesliga geschieht. Aufgrund der Tatsache dass die UBS aus dem Stammverein Rote Erde hervorgegangen sind, ist es letzten Endes möglich, das Teilnahmerecht zur 2. Basketball-Bundesliga auf den Hauptverein Rote Erde zu übertragen. Da aber aus den genannten Gründen ein Start in der zweithöchsten Spielklasse ausgeschlossen ist, nimmt RE dieses Recht nicht wahr und erhält aufgrund eines Kooperations-Abkommens zwischen der „AG 2. Basketball-Bundesliga“ und dem Westdeutschen Basketball-Verband einen Startplatz in der 1. Regionalliga West. Um keine anderen Vereine durch einen Abstieg „am grünen Tisch“ zu benachteiligen, wird nach einigem juristischem Hin und Her die Liga auf 15 Mannschaften aufgestockt; somit geht nun die erste Herrenmannschaft von Rote Erde in der höchsten Amateurklasse auf Punktejagd. Till Piontek, Klaus Strubel und Lars Mittelmann nehmen sich als neues Führungstrio der Aufgabe an, den Schwelmer Basketball wieder in ruhigeres Fahrwasser zu dirigieren und möglichst bald an alte Erfolge anzuknüpfen. All das mit dem Namenszusatz „Schwelmer Baskets“, der untrennbar mit dem Aufstieg des Schwelmer Basketballs verbunden ist und als gutes Omen für eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft dienen soll. Glücklicherweise signalisieren nahezu alle Partner und Sponsoren aus Bundesligazeiten frühzeitig, auch weiterhin dem Schwelmer Basketball die Treue zu halten und zu einem neuerlichen Aufschwung beitragen zu wollen.

Was das Gesicht der Mannschaft angeht, herrscht aufgrund der ungewissen Ligazugehörigkeit lange Unklarheit. Letztlich bleiben aber aus Bundesligazeiten Achim Beiersmann und Sebastian Strubel, sowie Gvidonas Markevicius als Spielertrainer den Schwelmer Baskets erhalten. Doch das bleiben nicht die einzigen bekannten Gesichter. Mit Marcus Kück und Farid Sadek kehren zwei Spieler an die Schwelme zurück, die bereits einige Jahre zuvor für die Baskets in der 2. Bundesliga die Schuhe schnürten. Und auch Giovanni Palopoli war bereits für Rote Erde unter Trainer Matthias Haller aktiv. Aus dessen Truppe stossen auch Daniel Cholewik und Ewald Sinkevicius zum Kader der ersten Regionalliga, sodass sich die Fans nicht an allzu viel unbekannte Gesichter gewöhnen müssen. Als Amerikaner werden Eric Avery für die Aufbauposition und Colin Oriard für die Centerposition verpflichtet. Längster im Team ist allerdings Valentinas Jurksaitis, den Spielertrainer Markevicius aufgrund seiner guten Kontakte in deren beider Heimatland Litauen in die Kreisstadt locken kann.

Der Grundstein für einen Neuanfang ist gelegt und mit der „Herbstmeisterschaft“ in der Regionalliga sind auch schon wieder die ersten Erfolge zu verbuchen…

 
 
 
 
 
81
67
Schwelmer Baskets BBV Hagen
(20:27) (12:8)
(30:13) (19:19)
Turniersieg zum Heimatfest
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Schwelmer Baskets vs. TV Werne
Sporthalle West, Schwelm
11.09.10 - 16:00 Uhr
# Team Pts. W/L
1 Schwelm 54 26/2
2 Grevenbroich 49 21/7
3 Wulfen 48 20/8
4 Dortmund 46 18/10
5 Sechtem 44 16/12
6 Iserlohn 44 16/12
7 Bochum 43 15/13
8 Dorsten 43 15/13
9 Salzkotten 41 13/15
10 Münster 39 11/17
11 Schalke 39 11/17
12 Hagen 37 9/19
13 Hagen 36 8/20
14 Mönchengladbach 34 6/22
15 Bielefeld 33 5/23